Hallo, Echo…

7 Sep

Hallo? Ist da noch jemand?

Ich weiß, ich war sehr lange nicht hier, habe mich gehen lassen, meine Wortergüsse nur auf festplatteninternen Gefilden belassen. Wenn man erst einmal angefangen hat, nichts zu posten, dann ist es schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu finden, wieder anzufangen. Durch die entstandene Pause möchte man keine Banalitäten schreiben, da sonst die Leser möglicherweise denken: “Was hat die denn die ganze Zeit gemacht? Hat sie nach so vielen Wochen nichts Spannenderes zu erzählen?” Und dann lässt man es lieber bleiben, verdrängt das bohrende Gefühl, das sich ab und zu in dem Bereich zwischen Brust und Bauch meldet, tut es als Muskelkater ab und vervielfältigt es dadurch noch mehr, da man lange schon nicht mehr beim Sport war, der diesen Ausrede-Muskelkater bescheren hätte können.

So wird die Pause immer größer und – ich gebe es zu – das bohrende Gefühl kleiner. “Jetzt kommt es auf die paar Tage auch nicht mehr an”, denkt man sich, und schaltet den Fernseher an/holt sich ein Stück Schokolade/schreibt die Einkaufsliste/zupft sich die Augenbrauen/… oder geht sogar zum Sport.

Aber nun wurde ich beim Social Networken darauf aufmerksam gemacht, dass es verlorene Leser gibt, die warten. Und wenn ich nicht mehr nur mein Gewissen, sondern auch noch andere Leute mit meiner Untätigkeit (wobei ich gar nicht so untätig war, aber dazu später) enttäusche, ist der Zeitpunkt gekommen. Der Zeitpunkt, zu posten, aktiv zu werden, mich nicht nur Bloggerin zu nennen, sondern auch wieder eine zu sein.

Zur Erklärung, was ich in den letzten Wochen getrieben habe:

- Ich habe meine Abschlussprüfungen gemacht und – da muss ich mich auch mal selbst loben und das Risiko, etwas zu müffeln, eingehen – mit Bravour bestanden. Nenne mich nun Diplom TV-Journalistin, wenn ich mal schlechte Laune habe. Tut gut. Achja: Ich habe das 1000. Diplom in der Geschichte der Bayerischen Akademie für Fernsehen bekommen. Gab ein Buch und ein schönes Foto. Und natürlich Ruhm und Ehre, hüstel.

- Ich bin in einer wilden Nachtfahrt mit meinem Freund von München nach Hamburg gefahren. Haben uns ein großes Auto geliehen: Mercedes, ich glaub’ das war eine G-Klasse (kenne mich mit Autos überhaupt nicht aus). Es war schlimm. Das Auto ist bestimmt toll im Gelände, für (reiche) Förster vielleicht genau das Richtige. Für junge Menschen, die lange auf der Autobahn fahren wollen, ist es die falsche Fahrt. Der Wagen schert gerne mal unerwartet nach links oder rechts aus – nach 9 Stunden Nachtfahrt mit drohendem Sekundenschlaf eher Gefahren- als Luxus-Klasse.

- Wir sind angekommen, 3 Tage später in den Urlaub gefahren (Fuerteventura, Club Aldiana, herrlich!), haben Sport gemacht, haben rumgelegen, ich habe kein Handy, kein Laptop, nichts dabei gehabt, es war hochgradig entspannend.

- Als wir zurück kamen, sind wir 2 Tage später umgezogen, und die Entspannung war sofort hinüber – restliche Kisten packen, der übliche Stress mit altem Vermieter/Hausmeister, putzen, packen, schleppen, putzen, packen, auf Esstischstühlen Fernsehabende machen, weil das neue Sofa nicht da war, altes Sofa vergeblich bei eBay Kleinanzeigen eingestellt, und so weiter.

- Inzwischen sind wir fast einen Monat hier (oh mann, wie die Zeit vergeht…), haben sehr viel Geld in einem schwedischen Möbelhaus gelassen (dessen Schoko-Kekse ich an dieser Stelle noch einmal loben möchte, das Frühstück vor Ort allerdings ist, zumindest gegen 11, nicht mehr zu empfehlen), sehr viele Möbel aufgebaut, eingeräumt, rumgeräumt, und so weiter.

Fazit der neuen Wohnung: Altbauwände und schwere Gegenstände, die man anbohren muss, vertragen sich nicht gut – früher fehlte Beton, tja, da hat man eben Sand genommen. Man sollte bei größeren Möbelstücken immer gemeinsam einkaufen gehen. Klebrige Griffe an der Küche muss man auch einfach mal akzeptieren. Der Eismann kommt auch hierher. Wenn bald noch die Lampen hängen, ist es echt eine Traumwohnung. Ich fühl mich sauwohl.

So. Anders gesagt: Faul war ich nicht. Und in 12 Tagen beginnt mein Praktikum. 12 mögliche Blogeinträge, ich weiß. Und ich tu, was ich kann. Kleiner Ausblick: Morgen werde ich Buchkritiken schreiben, denn ich habe in letzter Zeit viele tolle Bücher lesen dürfen.

Verzeiht mir meine Abwesenheit. Wenn das hier überhaupt noch einer liest. Hallo? Echo?

Eine Antwort zu “Hallo, Echo…”

  1. Andreas September 7, 2011 um 5:56 pm #

    schön mal wieder etwas von Dir zu lesen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.